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Polarity 2017-10-27T15:49:46+00:00

Polarity

Was ist Polarity?

Die Polarity ist ein körperorientiertes Verfahren zur Lösung von akuten Schockzuständen und traumatisch bedingten Regulations- und Bindungsstörungen bei Eltern, Säuglingen und älteren Kindern.

Wann kommt Polarity zum Einsatz?

In meiner Arbeit mache ich immer wieder die Erfahrung, dass traumatisch bedingte Bindungsabbrüche, Schreckerfahrungen und Zustände von Ohnmacht und Verzweiflung trotz herkömmlicher Bindungsarbeit weiter ein fester Bestandteil im Erleben des Klienten ist. Normalerweise kann sich der Körper nach einer überwältigenden Erfahrung, wenn genügend Ressourcen vorhanden sind, wieder selbst regulieren.
Bleibt der Organismus aber nach einer traumatischen Erfahrung in einem Lähmungszustand, in einer Art gefrorenem Zustand, kann das Gehirn kein inneres Gleichgewicht mehr herstellen. Die Folge sind Immobilisierung, Schockstarre, Fassungslosigkeit, Ohnmacht, Verzweiflung, emotionale Hilflosigkeit bis hin zur existentiellen Angst und Entfremdung. Die Patienten stehen irgendwie neben sich.

Hier bringt die Polarity den Körper wieder in ein psychovegetatives Gleichgewicht.


Wirkung von Polarity.

In dieser körpertherapeutischen Arbeit werden jeweils zwei Knochenpunkte an verschiedenen Segmenten des Körpers bioenergetisch miteinander verbunden.

Durch diese Verbindung der Knochenpunkte beginnt im Körper ein Prozess, indem sich ein Gleichgewicht des autonomen Nervensystems wieder herstellen kann. Durch diese induzierten Schocklösungsprozesse kommt es zu einer vegetativen Stabilisierung, die zu einer besseren Integrationsfähigkeit sensorischer Reize und damit zu einer verbesserten psychomotorischen Entwicklung führt.

Voraussetzung für diese Arbeit ist ein sicheres Bindungsfeld. Nur dadurch ist es mir möglich, einen Zugang zu den gespeicherten traumatischen Erfahrungen zu erlangen, damit diese im Körper integriert und verarbeitet werden können.


Indikationen für Polarity

  • Akute Schocklösung bei Babys, Kleinkindern, Kindern und Erwachsenen
  • Nach Operationen
  • Nach Kaiserschnitterfahrungen, wenn es zum Panikerleben kam (besonders bei Vollnarkosen)
  • Nach schweren Geburtserfahrungen, in denen die Frauen aus dem Körper ausgestiegen sind
  • Nach Unfällen (besonders bei Kindern)
  • Nach Abtreibungen und Fehlgeburten (besonders in Verbindung mit operativen Eingriffen) sind oft mit Schreck, Angst und Ablehnung verbunden. Oftmals wird das untere Körpersegment emotional abgetrennt. Das Körperbewußtsein wird hier wieder aktiviert
  • Nach Gewalterfahrungen
  • Nach dem plötzlichen Tod und Verlust eines geliebten Menschen
  • Dissoziative Zustände
  • Bei sehr belastenden Schwangerschaften, um Bindungssicherheit für das Ungeborene aufzubauen
  • Bei entwicklungsverzögerten Kindern
  • Bei posttraumatischen Belastungsstörungen
  • Zur Stabilisierung nach Erschöpfungszuständen
  • Zur Ressourcenstärkung
  • Bei Babys mit traumatischem Weinen
  • Bei Frühgeburten
  • Bei Babys und Kindern mit traumatischen Geburten
  • Bei Körper- und Schädelasymmetrien
  • Bei Trennungs- und Verlassenheitsthemen
  • Zur Stabilisierung nach Impfungen
  • Zur Begleitung von Wachstumsschüben
  • Bei Konzentrationsstörungen und Lernblockaden

Wie ist Polarity entstanden?

Die Methode wurde von Randolph Stone, einem gebürtigen Österreicher, entwickelt. Er war Arzt und hat sich sehr für andere Heilverfahren interessiert.
Randolph Stone lebte viele Jahre in Indien und arbeitete mit vielen verschiedenen Elementen, sowie asiatische Heilmethoden, Ayurveda, TCM, und Energiemedizin. Polarity ist ein globales Behandlungssystem.

Thomas Harms lernte es von Eva Reich und hat es in seine Arbeit der bindungsorientierten Körperpsychotherapie integriert. Eva Reich, Tochter von Wilhlem Reich, war als Ärztin tätig. Sie hat diese Behandlungsform erlernt und selbst erfahren, als sie eine gute Freundin verlor und in einem Schockzustand hängen blieb. Bei der Behandlung löste sich dieser.

Für sie entstand ein wichtiges Grundprinzip:
Wenn man Gefühle unterdrückt, kann die Lebensenergie nicht fließen oder umgekehrt. Im Gefühlsfluss drückt sich die Lebensenergie aus. In meiner körperpsychotherapeutischen Arbeit ist die Polarity ein fester Bestandteil geworden, um den Körper wieder in seine Spürfähigkeit zu bringen.


Spürst du dich selbst,
dann spürst du auch dein Kind.

Thomas Harms